Es war eine sehr schöne aber auch anstrengende Woche.
Am Dienstag fand ein Lehrgang zur Arbeit mit Straßenkindern statt, der von einem Schweizer geleitet wurde. Er arbeitet schon seit sechs Jahren mit Straßenkindern. Es fand in einer Schule statt und ungefähr 50 Personen waren dort. Der Lehrgang war sehr interessant und hat mit eine andere Sichtweise für die Arbeit gegeben. Zum Beispiel ist es im Prinzip falsch, die Kinder und Jugendlichen Straßenkinder zu nennen. Zum einen, weil es gar nicht mit dem Alter passt, alle „Kinder“ zu nennen. Zum anderen bedeutet diese Bezeichnung aber auch etwas Permanentes und damit ist es eigentlich falsch.
Die korrekte Bezeichnung müsste heißen: Kinder und Jugendliche, die sich zurzeit in der Situation befinden, auf der Straße zu leben. Sie sind jünger als 18 Jahre und kommen teilweise oder komplett ohne Familie aus. Die Straße bedeutet in dem Sinne für sie ihr Raum für ein Zuhause, Erfahrungen und eine Familie. So lautet die offizielle Definition.
Und ja, es ist wirklich wahr, dass man sich so oft täuscht. Würdet ihr sehen, mit welchen Kindern ich hier teilweise zusammenarbeite, würdet ihr nie annehmen, dass es Kinder oder Jugendliche sind, die auf der Straße leben.
Zum Beispiel gibt es eine Gruppe, die unter einer Brücke zusammen lebt. Alle haben saubere Sachen, Markenpullover, einen gepflegten Haarschnitt und schöne Schuhe. Sie fallen überhaupt nicht auf. Der einzige Unterschied ist, dass sie auf der Straße leben und nicht in einer Familie.
Die korrekte Bezeichnung müsste heißen: Kinder und Jugendliche, die sich zurzeit in der Situation befinden, auf der Straße zu leben. Sie sind jünger als 18 Jahre und kommen teilweise oder komplett ohne Familie aus. Die Straße bedeutet in dem Sinne für sie ihr Raum für ein Zuhause, Erfahrungen und eine Familie. So lautet die offizielle Definition.
Und ja, es ist wirklich wahr, dass man sich so oft täuscht. Würdet ihr sehen, mit welchen Kindern ich hier teilweise zusammenarbeite, würdet ihr nie annehmen, dass es Kinder oder Jugendliche sind, die auf der Straße leben.
Zum Beispiel gibt es eine Gruppe, die unter einer Brücke zusammen lebt. Alle haben saubere Sachen, Markenpullover, einen gepflegten Haarschnitt und schöne Schuhe. Sie fallen überhaupt nicht auf. Der einzige Unterschied ist, dass sie auf der Straße leben und nicht in einer Familie.
Allerdings gibt es auch eine andere Seite. Die Gruppe, die im Stadtzentrum lebt, fällt auf. Sie tragen immer dieselben Sachen und ich habe das Gefühl, sie konsumieren mehr Kleber als die anderen. Man kann es sehr stark riechen. Einige von ihnen, kommen mir immer, wenn ich sie sehe, benebelt vor. Mit ihnen ist es am schwierigsten zu arbeiten, weil sie während der Aktivitäten meist einfach nur schlafen.
Vertrauen aufzubauen ist derzeit die wichtigste Aufgabe. Die Kinder können noch so energiegeladen und offen sein, wenn wir mit ihnen etwas unternehmen. Genauso gut kommen sie am Abend zu dir, wenn wir zum Beispiel abends ausgehen und auf der Straße entlanglaufen, um zu betteln. So als würden sie dich gar nicht kennen.
Vertrauen aufzubauen ist derzeit die wichtigste Aufgabe. Die Kinder können noch so energiegeladen und offen sein, wenn wir mit ihnen etwas unternehmen. Genauso gut kommen sie am Abend zu dir, wenn wir zum Beispiel abends ausgehen und auf der Straße entlanglaufen, um zu betteln. So als würden sie dich gar nicht kennen.
Aber ich gebe ihnen kein Geld. Nur eine Schnitte, wenn ich eine dabei habe. Aber ich schmiere eigentlich generell eine mehr. Denn das ist es, was La Paz so sehr von anderen Städten in Europa unterscheidet- es gibt einfach sehr viele Bettler auf der Straße. Das sind meistens ältere Frauen. Sie haben einen kleinen Hut, für das Geld. Aber ich habe noch nicht erlebt, dass eine nicht mein Brot haben wollte. Das ist für mich ein Zeichen, dass es ihnen wirklich sehr schlecht geht und sie keine Mogler sind.
In meiner Organisation sind fünf Freiwillige und davon vier Deutsche und eine Dänin. Moritz ist schon sehr lange hier in Bolivien und wird mit Kevin zusammen bis Februar bleiben. Und dazu kommt noch Max (Max und Moritz- haha…). Er kann super gut Gitarre spielen, bleibt aber leider auch nur noch bis Februar. Dann ist noch die Dänin im Projekt. Sie heißt Amalie und ist nur für vier Monate hier. Mit ihr verstehe ich mich sehr gut, vor allem, weil sie nur fünf Minuten von mir entfernt wohnt.
Also meine Arbeit macht mir schon Spaß, aber es ist schwierig mit der Situation klar zu kommen, eingeschlossen zu sein. Denn nur der Pädagoge des Hauses hat einen Schlüssel für die Tür und es gibt keinen Hof. Deshalb habe ich den Tag gestern total genossen.
Wir sind in eine Stadt nahe La Paz namens Mallasa mit allen Kindern, die auf der Straße leben gefahren. Das war zusammen mit meiner Organisation Alalay und einer anderen christlichen Gemeinschaft. Dort haben wir den Vormittag über Fußball gespielt und nach dem Mittagessen Stuhltanz und Ballontanz gemacht. Naja und dann kam der Teil, der mich ganzschön baff gemacht hat. Sie fingen an, christliche Lieder zu singen und von ihren Erlebnissen mit Gott zu erzählen. Einer zum Beispiel (22 Jahre alt) hat erzählt, dass ihm bei einer Party Gott erschienen ist. Und jetzt trinkt er keinen Alkohol mehr, hat sein Studium abgebrochen und macht eine Ausbildung als Missionär. Naja, ich werde noch ein bisschen darüber nachdenken, ob ich das gut finde oder nicht.
Hallo Anna,
AntwortenLöschenschön von Dir zu hören, wenn auch nur im Block. Auf alle Fälle hast Du wieder einen interessierten Leser mehr. Wünsche Dir viel Spaß weiterhin und bleibe gesund.
God bless
Randolf aus Bremen