Mit unseren Bagpackern auf den Ruecken und den Zelten in der Hand machten wir uns auf den Weg, die 70 bevorstehenden Kilometer anzugehen.
Um ehrlich zu sein, dachte ich mir im Vorhinein, dass es so schlimm schon nicht sein kann. Drei Tage gehen - auch hier in La Paz bin ich fast nur zu Fuss unterwegs. Allerdings hatte ich mich in diesem Punkt mehr als getaeuscht.
Denn auch wenn bergab gehen fuer eine kurze Zeit oder ganz abgesehen vom Fahrradfahren, ehr als ehr als entspannt angesehen wird, werden die Beinmuskeln so sehr beansprucht, dass ein Muskelkater schon nach der ersten halben Studen aufkommt (-;
Am Ende des ersten Tages konnte ich zugegebener Massen meine Waden nicht mehr beruehren, weil sie wegen des Muskelkaters zu sehr weh taten.
Aber man kann sich an alles gewoehnen und so auch an Muskelkater. Somit ging es den zweiten Tag weiter hinein in den Dschungel.
Die Aussichten waren der Wahnsinn, denn die Berge wirkten super gigantisch und der Kontrast war einfach beeindruckend. Wir befanden uns im Dschungel, doch man konnte die Schneekuppen im Hintergrund sehen- dort wo wir am ersten Morgen gestartet sind.
Auch die Unterkunft stellte sich als Abenteuer heraus. In der zweiten Nach hatten wir noch nicht einmal Strom oder fliessendes Wasser, nur eine Feuerstelle, um die Fertignudeln zu kochen und den Fluss um Wasser zu holen.
Als wir am dritten Tag im Dorf El Chairo angekommen sind, war ich allerdings gar nicht so kaputt. Ich weiss nicht wieso, aber ich hatte noch nicht einmal Muskelkater (Oder es verdammt gut trainiert, ihn zu ignorieren (-; )
Im Prinzip war ich nur davon beeindruckt, wie einfach man leben koennte- dass es auch "ohne alles" funktionieren kann. Man braucht keine Isomatte oder Kopfkissen, keinen Gaskocher und auch keine Wasserleitung, wenn es einen Fluss in der Naehe gibt.
Natuerlich ist dies alles nur auf einen begrenzten Zeitraum betrachtet, denn es waere gelogen, wuerde ich sagen, ich habe nicht meine Dusche, meine Marmelade beim Fruehstueck oder ein nicht vom Boden her feuchtes Bett vermisst.
Auf meiner Arbeit laeuft zurzeit alles ruhig. Ich habe heute mal wieder Kekse verkauft, die wir gestern zusammen in dem Kinderheim gebacken haben.
Eine Sache besorgt mich dennoch.
Jose Luis ist ein fuenfzehnjaehriger Junge in unserem Heim, der sich allerdings noch in der zu Deutschland verglichenen 4. Klasse befindet. Er ist meiner Meinung nach geistig zurueckgeblieben, was man an seinem Verhalten merkt und auch an seiner Leistungsfaehigkeit, was ganz speziell das Lernen angeht. Es tut mir Leid, es so sagen zu muessen, aber er kann einfach nichts in seinem Kopf behalten.
In Deutschland wuerde man ihn vermutlich auf ein spezielle Schule schicken, doch hier gibt es nicht das Geld dazu. Doch ich werde versuchen, jeden Tag mit ihm zu ueben, in der Hoffnung, dass er doch Schule schaffen kann.
| Laguna Estrellan |
| Fuer Opi (-: |
Bis dahin, ein schoenes Wochenende!
hallo anna,
AntwortenLöschengestern haben wir deine mutter in der kirche von westenbrügge getroffen (die diesjährigen konfirmanden haben dort einen gottesdienst veranstaltet - und wegen unserem patenkind hanna (dethloff) waren wir natürlich auch dort)
nunja, jetzt haben wir also endlich erfahren, dass dein blog funktioniert (wenn man einfach statt .de nur .com eingibt...
wir waren schon ein wenig traurig, weil wir bisher nichts von dir lesen konnten :(
seit über einer stunde bin ich jetzt schon auf deiner seite und schau mir die bilder an und lese deine eindrücke.... echt cool, was du da erleben darfst
wir wünschen dir noch eine tolle zeit dort und werden von nun an regelmäßig bei dir vorbeischauen
lg deine
michaela und wolfgang (kottke)