Frohes Neues Jahr an alle & dass die Wuensche fuer 2012 in Erfuellung gehen.
Wie der Titel bereits verraet, hat es mich fuer Sylvester ueber die Grenze verschlagen.
Am Mittwoch davor hatten wir alles ziemlich spontan geplant. Die Bustickets gekauft, nachdem wir fuer 4 Euro durch die Gegend telefoniert hatten, das Hostel gebucht, Essen eingekauft (nirgendswo ist es so billig als in Bolivien) und los ging es.
Wir fuhren ueber Oruro, eine Stadt bekannt fuer den Karneval, aber ich denke fuer nichts anderes mehr. Ich habe noch nie eine verlorene Stadt gesehen und erlebt, ehrlich - Neubukow ist lebhafter... (-;
Alles war dunkel, wir unsere Backpacker auf dem Ruecken und ohne Plan, wo wir hingehen sollten. Unser weiterfuehrende Bus fuhr erst 2 Stunden spaeter ab und auf der Strasse kann man sich nicht in der Nacht aufhalten. Also haben wir in den Hostels angefragt, aber es haette 5 Euro pro Person gekostet.
Dann haben wir aber Gott sei Dank eine Bar gefunden. Dort war es warm und vor allem noch ein bisschen lustig, den angetrunkenen Bolivianern beim Tanzen zuzugucken.
Dann ging unser Bus weiter Richtung Grenze, und nach 4 stuendiger Wartezeit endlich weiter zu unserem Reiseziel.
Nach 5 weiteren Stunden oeffnete ich meine Augen und als ich aus dem Fenster schaute, kribbelte es in meinem Bauch. Das Meer blinzelte mir hinter einer riesigen Wuestenwand entgegen; endlich angekommen in Iquique, einer Hafenstadt in Chile.
Wir schliefen in einem sehr schoenem und netten Hostel, das beste, in dem ich bis jetzt war. Nur 5 Minuten vom Strand entfernt- und dort verbrachten wir auch Sylvester. Um Punkt 12 sind wir wortwoertlich in das neue Jahr getaucht. Dann begann das Feuerwerk von der Wueste hinter der Stadt aus, wir stiessen an und alle waren ziemlich gluecklich. Diesen Abend werde ich nicht vergessen.
Aber warum zurueck in die 90er?
Chile ist eines der fuehrenden Nationen in Suedamerika. Darum ist alles spuerbar auf einem anderen Entwicklungsstand, angefangen von der Infrastruktur, zur Kleidung, Musik, bis hin zum Angebot im Supermarkt.
Eigentlich duerfte es mich nicht stoeren, aber ein bisschen tut es mich schon.
Es ist eine andere Welt, aber dafuer bin ich in Bolivien. Um einfach etwas anderes kennenzulernen auch wenn man dafuer an Komfort einstecken muss.
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