Am Samstag Morgen um 08:00 Uhr fuhren wir los Richtung Norden, zum Lago Titicaca, den tiefsten See auf der Erde. Doch es sind nicht nur 304 Meter bis zum Grund, sondern auch 3810 Meter, die den hoechstgelegensten schiffbaren See vom Meeresspiegel unterscheiden.
Gut drei Stunden dauerte die Busfahrt nach Copacabana. Dort assen wir zum Mittag "Trucha", ein Fischgericht so aehnlich wie Lachs (war gut, aber nicht so lecker wie der von Omi), und dann fuhren wir mit dem Boot zur Isla Del Sol. Endlich wieder auf einem Boot zu sein, war wirklich ein schoenes Gefuehl, wenn auch ohne Segel.
Angekommen im Hafen der Insel, begruessten uns zahlreiche Esel. Es ist wirklich unglaublich, aber da sie die einzige Moeglichkeit sind, um Lasten zu transportieren, gibt es wirklich viele auf der Insel. Und auch am Hafen direkt neben den Stegen.
Wir erwarteten eine Insel, die sehr touristisch aussehen wuerde. Aber das war irgendwie nicht der Fall, auch wenn es viele Touristen, vor allem Backpacker, gab. Es gibt so gut wie nichts auf der Insel, ausser Natur, alte Inkagebaeude, die meist einfachen Haueser der Einheimischen, ein paar Hostels und Restaurants und natuerlich Esel. (-:
Alte Treppen der Inka fuehrten hoch zu unserem Hostel, nahezu auf der Spitze der Insel. Fuer 25 Bol. schliefen wir in einem 3-Mann Zimmer. Auch wenn die Bettwaesche nicht frisch war, konnte man fuer 2.50 Euro wirklich nicht meckern.
Dann endlich machten wir uns auf den Weg, um die Insel zu sehen. Oder zumindest einen Teil davon, denn wir waren nur im Sueden. Wir wanderten zu einem Palast der Inka den steilen Haengen entlang, doch aufgrund der Terassenbauweise fuer die Landwirtschaft, war es nicht so schlimm. Wandern ist eigentlich nicht so mein Ding, aber im Grossen und Ganzen hat es sich wirklich gelohnt. Der Blick war einmalig. Mir kam der Titicacasee wirklich gegantisch vor, denn auch am Horizont kann man nur Wasser sehen.
Der Palast der Inka war nicht so schoen. Nur Steine, leider keine Informationen zur Geschichte oder Bauweise. Aber dafuer gefiel mir die Natur, Ruhe und frische Luft auf der Insel umso mehr.
So gingen wir auch abends zur Spitze der Insel und entspannten beim Sonnenuntergang.
Danach assen wir Pizza in einem wirklich einmaligem Ort. Es hiess "Las Velas". Das bedeutet "Kerzen" und das war die einzige Lichtquelle im Restaurant.
Der naechste Tag begann mit einem leckerem Fruehstueck (sonntags mit Ei natuerlich) und dann fuhren wir zurueck nach Copacabana. Da konnte ich mir nicht entgehen lassen, im See zu baden. Es war fast wie die Ostsee, also genauso kalt. Nur ohne Salz und Quallen.
Und dann wieder zurueck nach La Paz, in die grosse chaotische Stadt, die ich aber dennoch schon ein bisschen mit Zuhause verbinde.
Die Fotos davon auf:
http://es.fotoalbum.eu/annaroe92/a656195/3
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen