2011-09-20

Der groesste Markt der Welt auf 4150 m Hoehe


 Die Luft hier oben ist ziemlich duenn. Ich habe mich eigentlich ganz gut daran gewoehnt, aber El Alto ist noch eine andere Sache, vor allem wenn man an so einem Ort war, wie wir ihn heute besucht haben. Wir fuhren zum groessten Markt, den es auf der Welt gibt. Ich habe mir fuer 3,50 Euro orange Vans gekauft. Sie sind schon mal getragen, aber neu bezahlt man dafuer ungefaehr 50 Euro. Und ganz ehrlich, nach dem ersten Spaziergang sehen Schuhe sowieso nicht mehr wie neu aus. (Und ich habe die Naehte ueberprueft Omi!)
Der Markt ist unglaublich. Menschen ueber Menschen, viele verschiedene Gerueche von den frisch auf dem Markt gekochten Sachen wie Haehnchen oder Mais, Schotterwege und Kumbia oder alte traditionelle Musik von den CD Staenden.
Ein Freiwilliger, der schon seit einer laengeren Zeit hier in La Paz lebt, meinte, wir haben nur ca. einen Prozent von dem Ganzen gesehen. Wir haben uns gut 3 Stunden dort aufgehalten und das nur bei Staenden voll mit Klamotten und Schuhen und CDs. Nur komisch war, dass die Sachen aus Laeden wie Zara und H&M kamen. Wir nehmen an, dass dort die Kleidungsstuecke verkauft werden, die wir zum Beispiel in Deutschland in den Container werfen. So richtig konnte ich mich nicht mit den Gedanken anfreunden. (Deswegen ist es bei mir nur bei den Schuhen und ein Paar Ohringen geblieben). Es gibt dort von Klamotten ueber Pfannen und Toepfe, Autos und sogar schon mal einen Pinguin alles.
Auch wenn die Stadt El Alto sehr aermlich ist, erscheint sie doch auf eine Art charismatisch. Zum Beispiel sind so gut wie alle Hauser aus roten Ziegeln. Der Grund dafuer ist traurig, denn die Menschen koennen ihre Haeuser nicht streichen, weil sie sonst mehr Steuern bezahlen muessten. Aber das stoert die meisten nicht so sehr, weil sie das Leben sowieso vielmehr auf den Strassen abspielt.
Zurueck ging es mit dem Minibus in die Innenstadt von La Paz fuer 2,50 Bolivianos (25 cent) und dann musste ich erstmal schlafen. Ich habe eben noch nicht so ein großes Herz wie die Bolivianer und komme mit so wenig Sauerstoff aus :-).
Morgen wollen wir 22 Freiwillige von einem Bekannten meiner Gastmutti treffen. Er lebte in Aachen und engagiert sich sehr sozial. Diese Freiwilligen kommen aus Deutschland und arbeiten in einem Krankenhaus. Ich bin sehr gespannt.
Die Familie ist leider immer noch nicht wieder in Ordnung. Meine Gasteltern werden getrennte Wege gehen, denke ich. Allerdings kann ich jetzt sagen, dass es die bessere Loesung sein wuerde. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen